1024 Stadtrat 3 Georg Thieme

Wir brauchen eine bedarfsorientierte Verkehrsplanung. Keinen Rückbau des Zelleschen Weges!

Aus dem Dresdner Stadtrat "Bedarfsorientierte Verkehrsplanung. Kein Rückbau des Zelleschen Weges!"

Die Verwaltung hatte bereits 2016 mit der sogenannten Vorzugsvariante eine bedarfsgerechte und ausgewogene Planung für den Bau der Stadtbahn und die damit verbundene Sanierung des Zelleschen Weges vorgelegt. Jedoch verwarf die damalige Stadtratsmehrheit die Pläne der Verwaltung und setzte sich damit zugleich über die einstimmigen Voten der Ortsbeiräte hinweg. Das Ergebnis der Umplanung war ein Rückbau der Straße auf eine Spur mit überbreiter Fahrbahn, ein in zwei Richtungen befahrbarer Radweg südlich und ein einfacher Radweg nördlich der Trasse. Stadtrat Gunter Thiele erläutert die Haltung der CDU-Fraktion:

„Die Schwächen der RRG-Planung liegen auf der Hand“, erklärt Gunter Thiele. „Mit dem Rückbau auf eine Fahrspur werden wir der verkehrlichen Bedeutung dieser Straße als wichtige Ost-West- Verbindung und auch als Umleitungsstrecke für die Autobahn nicht gerecht. Das Argument, eine überbreite einspurige Fahrbahn, würde das Überholen problemlos ermöglichen, sehe ich mit Blick auf die starke Nutzung durch LKWs und Busse und angesichts der verminderten Fahrbahnbreite anders“, stellt Thiele klar. „Auch in der beidseitigen Befahrbarkeit des südlich eingeordneten Radweges, sehe ich eine potenziell erhöhte Unfallgefahr als bei getrennten Richtungsspuren rechts und links der Trasse.“

Probleme sieht der Stadtrat auch mit Blick auf die Genehmigungsfähigkeit des vorliegenden Entwurfes: „Die 2016 von der damaligen Stadtratsmehrheit beschlossene Variante weicht von der Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen ab. Ich zweifle an der Förder- und Genehmigungsfähigkeit der vorliegenden Planung“, so Gunter Thiele.

Wir wollen die Einwände, die seitens der TU Dresden gegenüber der Presse vorgebracht worden sind, aber auch nicht einfach übergehen. Ich verstehe das Anliegen, hier insbesondere für die zahl- reichen Radfahrer gute und sichere Lösungen zu finden. Das gilt auch für die Situation des lindenbewachsenen Erddamms vor der SLUB. Wir werden das Gespräch mit den beteiligten Akteuren suchen mit dem Ziel, uns auf mögliche Anpassungen zu verständigen. Da bis 2023 keine finanziellen Mittel für eine bauliche Umsetzung im Haushalt eingeplant sind, steht auch kein konkreter Umsetzungstermin einer Korrektur und weiteren Gesprächen entgegen“, so Gunter Thiele abschließend.

"Wir werden das Gespräch mit den beteiligten Akteuren suchen mit dem Ziel, uns auf mögliche Anpassungen zu verständigen."

CDU-Stadtrat Gunter Thiele