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Plädoyer für eine städtebauliche Entwicklung mit Augenmaß

„In einem dynamischen Viertel, wie der Dresdner Neustadt, mit ihren soziokulturellen Besonderheiten ist es angesichts des angespannten Wohnungsmarktes und begrenzter Flächenpotenziale nicht leicht, die verschieden gelagerten Interessen von Ökologie, Stadtentwicklung, Anwohnern und Bauherren unter einen Hut zu bringen. Das zeigt sich nun ganz konkret am Beispiel der alten Eiche auf der Kamenzer Straße“, so Gunter Thiele.

„Aus meiner Sicht kann man den Erhalt der Eiche aus guten Gründen diskutieren, sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass dann vor Ort keine neuen Wohnungen entstehen können. Wer ständig über Wohnungsmangel und steigende Mieten klagt, muss im Zweifel auch bereit sein, Entscheidungen zu Lasten einiger Bäume zu treffen. Der Forderung nach einem Abkauf der betroffenen Fläche stehe ich nicht ablehnend gegenüber – aber dann bitte zu einem fairen Preis, der dem tatsächlichen Wert des Grundstücks inkl. der möglichen Einnahmen durch Vermietung oder Verkauf der Wohnungen entspricht. Alles andere wäre aus meiner Sicht Enteignung! Der Forderung, eine grundsätzliche Veränderungssperre über die Neustadt zu legen, erteile ich hingegen eine klare Absage. Ich halte es nicht für sonderlich zielführend, die städtebauliche Entwicklung des Viertels mittels Satzung auszubremsen im Glauben, alle Probleme ließen sich damit lösen. Im Gegenteil, wir brauchen eine fortgesetzte städtebauliche Entwicklung unter Beteiligung aller“, stellt Thiele klar.

„Daher erscheint es mir ratsam, auch im vorliegenden Fall zunächst mit dem Grundstückseigner nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. Ggf. kann dem Eigentümer auch ein anderes, aber dann bitteschön vergleichbares Grundstück zum Tausch angeboten werden. Verantwortungsbewusste Lösungsansätze sind gefragt und keine populistischen Forderungen oder politische Schnellschüsse!“

, so Gunter Thiele, „

„Es muss jedem klar sein, dass wir in der Stadt weiter bauen und auch Baulücken mit Augenmaß schließen müssen, um den Bedarf an Wohnungen decken zu können.“

CDU-Stadtrat Gunter Thiele